Französische Auswahlfahrerin beim Stützpunkttraining des RSV Seerose

Dass die Seerose-Spitzensportgruppe um Trainer Frank Ammann, mittlerweile national mitmischt, darüber wurde hier schon mehrfach berichtet.

Dass die Gruppe nun französischen Zuwachs erfahren hat ist Neuland, – jedoch ein Terrain, dass der RSV mittlerweile ausgezeichnet zu handeln weiß!

Mit Amélie Hild, hat Ammann eine Verstärkung par excellence erhalten, welche Fahrerin, Gruppe, Trainer und Verein erheblich vorwärts bringt.

Doch wie kommt nun eine französische Rennradfahrerin zur Seerose?

Die Antwort findet sich in Hilds Tätigkeit!

In Grenoble absolviert die 22-Jährige ein Ingenieursstudium, welches auch ein mehrmonatiges Praktikum erfordert.

Als Elsässerin mit deutschsprachigem Elternhaus, wählte sie einen Auslandsaufenthalt „en allemagne“ aus. Mit der ZF Friedrichshafen war denn auch schnell ein adäquates Unternehmen gefunden. Es blieb die Frage, kann ein Auslandspraktikum auch im Einklang mit der eigenen sportlichen Entwicklung einhergehen? Fährt Hild doch immerhin, ähnlich dem deutschen System der Landesverbände, im Kader der Region Rhones Alpes (Isère). Ihre Zielsetzung in diesem Team ist eindeutig, sich auf die nationale Ebene vorzuarbeiten.

Die Recherche nach einem lokalen Radsportverein, der ihrer sportlichen Qualität entspricht, endete logischerweise bei der Seerose Friedrichshafen. Bereits am zweiten Tag ihres Deutschlandaufenthaltes stand sie mit Ammanns Gruppe auf dem Hausberg des Vereins, dem Höchsten!

Auf eigenen Wunsch wurde sie in den straffen Trainingsbetrieb der Häfler

National- und Kader-Fahrer/innen eingebunden.

Damit nicht genug! Angehängt an die Häfler Spitzensportgruppe, fuhr sie einige bedeutenden Rennen mit – unter anderem die deutsche Radbundesliga.

Einen Höhepunkt setzte sie in Leutkirch bei einem der schwersten Bergrennen, wo sie für den RSV, den ersten Platz der Frauenwertung einfuhr.

AMELIE!!!Neben dem hartem Training, ist sich die junge Französin nie zu schade, auch mit den Breiten- und Seniorensportlern der Seerose zu fahren. Und genau hier findet er Woche für Woche statt, – der Wissenstransfer, das Kennenlernen, der Abgleich über das jeweils andere Land. In diesem Kreis tauscht man sich – bei angenehmen Pulsfrequenzen – über Kultur, Land und Leute aus!

Da die RSV-Mitglieder die Elsässerin mittlerweile für einen Sympathieträger Frankreichs halten, – Amélie wiederum, dafür die Seerose als Familie bezeichnet, kann man schon von Völkerverständigung auf höchstem Niveau ausgehen!

Aber nicht genug mit Frankreich! Mit Hazel Magill, hat sich eine Südafrikanerin als Gastfahrerin im RSV angemeldet, die ihr bereits sehr hohes Radsportniveau, wie Amélie Hild, am Bodensee perfektionieren will.

Ob sich der württembergische Radsportverband diese Internationalität vorstellte, als er zum Jahresbeginn Friedrichshafen zum Kadestützpunkt bestimmte, sei dahin gestellt, – qualitativ hat sich diese Nominierung für alle Beteiligten allemal rentiert!!!!