IMG_0286Eine hervorragende Platzierung brachten die Seerosefahrer von der 14. Etappe des INTERSTUHL- Pokals in Bodelshausen an den See: Lutz Geisler wurde Erster seiner Altersklasse, Otto Schädler 17. Wobei auch Schädler auf’s Podest gefahren wäre, wenn er nicht in der letzten Runde unerwartet im Acker gelandet wäre.

Zu fahren waren bei der Senioren- und Frauenklasse 9 Runden à 4,5 km – eines der wenigen Straßenrennen im Pokal, in denen sich der Sieger erst in der letzten Runde und nicht schon vorher durch Punktesammeln (wie in einem Kriterium) ergibt. Die Auffahrt ins Waldgebiet „Greut“ war kurz und auch nicht wirklich steil – entsprechend couragiert wurde von Anfang an die Steigung hochgebrettert, und sämtliche Senioren IV (außer Geisler) und sämtliche Frauen platzten nach der ersten oder spätestens zweiten Runde ab. Außerdem dezimierte sich das Ausreißerfeld von Runde zu Runde und war am Ende nur noch 10 Mann stark. Da immer wieder attackiert wurde – hier tat sich Stefan Schmolke (Konstanz) besonders hervor – war das Rennen bis zur 7. Runde entsprechend schnell, und sämtliche Solo- Ausreißer wurden wieder eingefangen. Die etwas verhalteneren Anstiege der 8. und 9. Runde konnten den EB- Puls Geislers nicht wirklich verringern, und so wurde er im Endspurt nur Gesamt- Neunter. Sieger „overall“ wurde Ronny Dölker (Geislingen)

Im „Kleinen Finale“ waren 13 Runden. also 58,5 km zu fahren. Bereits nach 6 Runden waren 3 Fahrer (Kullen und Tourlas aus Betzingen, Tiburski aus Öschelbronn) ausgerissen und vergrößerten von Runde zu Runde den Abstand zum Hauptfeld. Dort verfuhr man von Anfang an nach dem Motto „Wer soll die Kohlen aus dem Feuer holen??? Ich nicht!“, und Schädler, der dieses Hauptfeld immer wieder anführte, sah sich alleingelassen in seiner Nachführarbeit gegen die drei Ausreißer. Im Anstieg der letzten Runde wurde das Feld plötzlich aktiv, und ein Übereifriger drängte sich so knapp an Schädler vorbei, dass dieser nach rechts in den Acker abgedrängt wurde. Der hatte dann zu tun, mit den schmalen Rennradreifen wieder aus dem weichen Boden auf den Asphalt zu steuern und das „urplötzlich“ viel schnellere Verfolgerfeld wieder einzuholen. Insofern war ein 17. Platz (3. Senioren III) eine immer noch verhältnismäßig gute Ausbeute.