In Reute (bei Freiburg) zeigte sich, was Rennorganisatoren tunlichst vermeiden sollten: In mehreren fast zeitgleich gestarteten Rennen entstanden durch ungewollte Durchmischungen Irritationen, die teilweise weniger mit Radsport als mit einer gemütlichen Ausfahrt zu tun hatten. So brachte der RSV Seerose nur einen zehnten Platz an den See.

Es war ein 4,2 km langer, völlig flacher Rundkurs 14- mal zu durchfahren. Lutz Geisler war wie das weitere hervorragend besetzte Fahrerfeld engagiert gestartet, bis das Fahrerfeld nach dem Davonziehen von Ulrich Rottler (Villingen) zu „bummeln“ begann. Eventuell war nicht vorhersehbar, dass so das 3 Minuten vor den Senioren gestartete Juniorenfeld von hinten in das Seniorenfeld hinein fahren würde, sich dann aber nicht von diesem trennte, sondern verbotenerweise teilweise mitziehen ließ. Versuchten die Seniorenfahrer, sich durch Anziehen der Geschwindigkeit vom Juniorenfeld zu trennen, setzten diese wieder nach, fuhren vor die Senioren, „ließen die Beine hängen“ usw. – dieses Ärgernis wiederholte sich bis zur letzten Runde. Die Führer der Begleitfahrzeuge blieben inaktiv und hätten eigentlich beispielsweise durch eine neutralisierte Runde die Felder trennen müssen. Da mit einem Juniorenfeld nur 100 m vor dem Seniorenfeld kein vernünftiger Sprint zu machen ist, war der Ausgang des Rennens – bis auf den wieder hervorragend fahrenden Rottler – eher Glückssache als überlegte oder sprintstarke Taktik. Mit einem knappen 40’er- Schnitt (zu wenig für die flache Strecke) wurde Joachim Kopp (Limburg) Zweiter und Rudolf Bawel (Linkenheim) Dritter.