Zweite BaWü-Meisterschaft für Lippert, Platz drei für Geisler

Einen Tag nach der BaWü-Zeitfahrmeisterschaft in Kehl, ging die Seerose am Sonntag bei den Strassenmeisterschaften in Neckarwestheim, südlich von Heilbronn an den Start.

Mit Liane Lippert, die erneut eine Goldmedaille und Lutz Geisler der die Bronzemedaille an den See brachte, schnitt die Seerose an den BaWüs als der erfolgreichste Verein im Süden Württembergs ab.

Zu fahren hatten die Wettkämpfer einen welligen Rundkurs a 15 KM, der nach einem giftigen Zielanstieg auf der Bergkuppe endete.

Bei strömendem Regen ging zuerst Lutz Geisler an den Start seiner drei Runden. Als ausgewiesener Schlechtwetterfahrer, fand er somit im Gegensatz zu den meisten anderen Sportlern, optimale Bedingungen für sich vor. Geisler bildete sofort mit den beiden Favoriten R. Bawel, Linkenheim und J. Leonhard, Kirrlach eine Gruppe, die gemeinsam versuchte, sich durch Zusammenarbeit die Konkurrenz vom Leibe zu halten. Dies gelang nur bedingt, da es H. Kupper aus Freiburg war, der am Schlussanstieg auf die Drei auffuhr und sofort aus dem Windschatten angriff. Mit Mühe konnte das Trio die Attacke abwehren, Geisler brachte souverän den dritten Platz und somit die Bronzemedaille ins Ziel.

Im Rennen der U 17-Mädchen hatte Thalia Möller drei Runden zu fahren. Eine schwere Aufgabe, standen doch die Kader der Landesverbände aus Württemberg und Baden neben ihr am Start. Die erste Runde wurde gemeinsam moderat angegangen. Danach fand eine Tempoverschärfung statt, durch sie sich Möller in einer fünfköpfigen Verfolgergruppe wieder fand. Hier konnte sie sich bis zum Beginn des Schlussanstieges halten. Beim finalen Endspurt am Berg mußte sie jedoch ihre direkten Konkurrentinnen ziehen lassen. Sie beendete das Rennen mit dem ausgezeichneten Platz sechs. Die wahre Belohnung für ihr beherztes Rennen war jedoch der anschließende Kontakt mit dem sichtenden Landestrainer. Möller bringt nun die Aussicht auf die Teilnahme an der Deutschen Strassenmeisterschaft in Frankfurt an den See!

Bei starkem Regen hatte Liane Lippert im gemeinsamen Rennen der Frauen und Juniorinnen anzutreten. In der zweiten von vier Runden setzte sie sich mit einer Spitzengruppe vom Hauptfeld ab. Mit ihr und Christa Riffel, konnten sich lediglich zwei Juniorinnen in der von Frauen dominierten Spitzengruppe halten.

Mit dem „belgischen Kreisel“ baute das perfekt harmonierende Führungsteam auf den verbliebenen zwei Runden den Vorsprung auf die Verfolger immer weiter aus.

Ab Runde drei war klar, dass der Meistertitel der Juniorinnen zwischen der schwäbischen Seerose Lippert und der Badenerin Christa Riffel aus Oberhauserin entschieden wird.

Nach 1:40 Stunden, kam es am 300 Meter langen Schlussanstieg zum alles entscheidenden Endsprint. Lange genug abwarten, dann blitzschnell den Antritt der Frauen mitfahren, dabei dank der eigenen Kletterstärke noch Plätze gut machen, auch unbedingt darauf achten, dass die unmittelbare Konkurenntin hinter ihr blieb! So, oder so ähnlich gelang es Lippert das Rennen als bravouröse Gesamtvierte und somit als BaWü-Strassenmeisterin der Juniorinnen zu beenden. Auf die Frage, wie man den Doppelpack schafft, an einem Wochenende zwei BaWü-Meisterschaften einzufahren, eine typisch lapidare Lippert-Antwort: „Ich kann´s halt!“